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(Oktober 2003) Der österreichische Gitarrist GERALD GRADWOHL mag’s hart, laut und elektrisch. Auf ,ABQ‘ (universal/emarcy) ist der exzellente Fusion-Player (bekannt von Threeo und Tangerine Dream) mit dem inzwischen leider verstorbenen Bob Berg (sax), Kirk Covington (dr) und GARY WILLIS (b) zu hören. Nichts gegen Scott Henderson – aber diese Besetzung rockt, fliegt, explodiert und überrascht. Das sogar, wenn sie John Coltranes Kraftprobe ,Giant Steps‘ in einem sehr gelungenen Neu-Arrangement umspielt. Oder wenn die Fusion-Allergie manches Hörers plötzlich geheilt zu sein scheint. Gerald Gradwohl spielt meist mit verzerrtem oder angecrunchten Ton, phrasiert unkonventionell und kann nervöse Linien auf den Punkt bringen. ,ABQ‘ ist mit Abstand das Beste, was dieser Gitarrist bisher produziert hat – und nicht nur er.
(22.10.03) Man kennt GERALD GRADWOHL als genialen Saitenvirtuosen und Bandleader von THREEO und THE POWERGRADE. Er wirkte auch als großartiger Gitarrist bei der deutschen Rocklegende TANGERINE DREAM mit; aber auch österreichische Formationen schätzen immer wieder seine Gastauftritte, wie zB die legendäre Hallucination Company oder auch der Hot Pants Road Club. Sein neues, vorliegendes Album wurde von Gerald in den USA produziert. Als Mitmusiker konnte er die Band seines grossen "Vorbildes" Scott Henderson gewinnen - Kirk Covington am Schlagzeug und Gary Willis am Bass. Am Saxophon hört man keinen Geringeren als Bob Berg, mit dem Gerald schon eine lange Freundschaft verband. Der traurige Beigeschmack bei dieser CD ist jedoch, dass Bob Berg kurz nach den Aufnahmen für diese CD bei einem Autounfall ums Leben kam ... es sind quasi seine "letzten" Töne auf dieser CD zu hören...! "ABQ" - das Flughafenkürzel für Albuquerque in New Mexico - beinhaltet 10 energiegeladene Tracks, die das Weltformat des Wr.Neustädter Gitarrenvirtuosen aufzeigt. Gleich der Opener, "Pau Wau", zeigt wo's langgeht - Fusion Jazz der feinsten Sorte im genialen Zusammenspiel von vier grossartigen Musikern, die sich gegenseitig nicht übertreffen müssen sondern sich eher gegenseitig zu höheren Levels zu pushen scheinen. Der zweite Song ist John Coltrane's "Giant Steps". Sich an solch einen Jazz-Klassiker zu wagen und dabei noch genial eins drauf setzen können, zeigt die Qualität und Genialität Gradwohls am deutlichsten. Einen Anspieltip zu geben erscheint bei dieser CD als fast überflüssig - das Werk ist in einem Guß voller Energie, Spielwitz und Virtuosität auf höchstem Niveau, sodass die Auswahl rein subjektiv ausfallen würde. Bloß der letzte Track hebt sich stilistisch ab - eine Gitarrenballade, wie sie vielleicht ein Gary Moore oder Jeff Beck auch geschrieben hätte... der Titel "Goodbye" ist wohl als Abschied an einen grossen Saxophonisten und Freund zu verstehen ... nichtsdestotrotz zeigt gerade diese Nummer auch eine weitere Facette im grossen Repertoir des genialen Gitarren-Meisters. Abschliessend sei gesagt, dass diese CD ein absolutes MUSS in jeder Sammlung sein sollte - und nicht nur Gitarren-Freaks anspricht ... das hat jedenfalls auch das Major-Label UNIVERSAL erkannt, das Gerald Gradwohl auch für weitere Produktionen unter Vertrag genommen hat! ... übrigens: das Coverfoto stammt von Helmut Riedl auf dessen Internetseite - www.musiconphoto.com -man die Bilder auch im "Original" besichtigen kann...
(Oct. 2003) I can strongly recommend buying and listening to Powergrade's guitarist, Gerald Gradwohl's new solo album "ABQ" on Universal Records. The album was recorded in the USA with Gradwohl's favourite rhythm section Gary Willis and Kirk Covington. Of great importance: this is saxophonist Bob Berg's last recording before he met his untimely death last year. If you know Powergrade's music, then you know Gerald is a most versatile guitarist. In some respects the music here is a continuation, beit as a in big step forward, from the Powergrade record. Whilst the last Powergrade album had some interesting takes of jazz rock fusion in its licks, tunes, etc - enough to make the album sound above the average, it wasn't going to set the world on fire (or at least my part of it). However, I have far fewer reservations here. Gerald Gradwohl sounds first class and not obviously derivative. He too is equal to his fellow musicians on "ABQ", not forgetting their are contributing in equal shares to something special. A special word or two is called about Bob Berg's contribution: he fits in perfectly with the mood of the album. If anything I particularly liked the relative lightness in his soloing, this in comparison from the handful of Berg albums I've heard in the last decade, both as lead and part of groups - more like the solo albums he recorded for Denon Records in the late 80's. A very good swansong.
(November 2003) Jazzrock und Fusion abseits der ‘Staaten’ sind eine eigene Geschichte, zwar geprägt von einer Faszination, die diese Musik in einer sehr speziellen Zeit auf viele Musikfans ausübte, aber auch ausgelöst durch ein sehr amerikanisches Gesamtumfeld. Europa wirkt da musikalisch und atmosphärisch weit entfernt, deswegen ist es auch kein Wunder, dass heimische Fusion-Bands in Europa kaum auf fruchtbaren Boden bei einer größeren Publikumsschicht fallen. Auch Threeo, die Band des Gitarristen Gerald Gradwohl, konnte trotz Gastmusikern wie Rick Margitza nur wenige Jahre Aufmerksamkeit finden. Gerald Gradwohl ‘tauchte’ zwischenzeitlich in die internationale Studioszene ab, wo seine Qualitäten etwa von berühmten Bands wie Tangerine Dream (Tyranny of Beauty, Goblin’s Club) geschätzt wurden. Doch Gerald Gradwohl is back. Mit seiner CD ABQ hat er sich mit feinstem Fusion-’Stoff’ umgeben und seinen gitarristischen Möglichkeiten ausreichend Platz zur Entfaltung gegeben. Wer den Gitarristen Scott Henderson und seine Band ‘Tribal Tech’ schätzt, weiß auch um die eingespielten Rhythmiker Garry Willis am Bass und Kirk Covington am Schlagzeug, die schon bei Wayne Shorter und Allan Holdsworth (Willis) oder dem Zawinul Syndicate (Covington) zu hören waren. Ihre Grooves dienen Gradwohl als Sprungbrett für die unterschiedlichsten, auch dem Hardrock zuordenbaren Ausflüge, die vor allem Willis mit zahlreichen Solos würzt. Als weiteren Gast konnte Gradwohl für seine CD den Saxophonisten Bob Berg gewinnen. Dessen Präsenz gibt Gradwohls kompositorischer Fusion-Melange zusätzliche groovig-soulige Erdung und sorgt für künstlerische Ausgewogenheit, Kontrapunkte und manchmal auch stille, nachdenkliche Zäsuren. Mit Coltranes Giant Steps veredelt Bob Berg zum letzten Mal (on record) in seinem Leben einen Jazzklassiker: ABQ geriet zur letzten musikalischen Visitkarte des Saxophonisten, der zwei Wochen nach der Aufnahme bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam. Speziell Gradwohls Abschlusstitel Goodbye wurde damit zum denkwürdigen Abschied von diesem Künstler. Gerald Gradwohl verdient mit dieser gelungenen ‘runden’ Scheibe sicher mehr Beachtung in den unterschiedlichen Musiksparten abseits des jeweiligen Tellerrands. Die Vielseitigkeit in Komposition und Spielweise lassen in einem vermeintlich ‘ausgelutschten’ Stil - wieder das Vertrauen in spannende ‘funkende’ Live-Acts wachsen. Ein interessantes Come Back. Nicht nur für Österreich.
(23.10.2003) Conversely to Oliver's Blog, I have some praise for Universal Record's Austrian branch. Gerald Gradwohl (guitar playing, leader of fusionists Powergrade) has just released his solo album "ABQ" through that label. Recorded in the USA about a year ago, Gradwohl was able to gether to him, his favourite rhythm section, Tribal Tech's Willis and Covington (excellent form here) and also for the majority of track the late Bob Berg guests as co-lead on alto and tenor sax. These, alas are the last recordings made by Bob Berg. Musically this is an excursion through a broad range of jazz rock and straighter jazz guitar styles, but little is given away as clues for most fans to say what was lifted from whom. Berg's sax playing is lighter than heard recently; with the lightness there is a big suggestion of enjoyment I haven't heard on record since his Denon albums. Berg reminds here that he could still blast a soulful sax when called upon. Austria is too often ignored as a European jazz centre, but along with the obvious maestro Joe Zawinul, a fair amount of guitar innovation has come from Alex Machacek, Conrad Schrenk (and the strange problem with Schrenk is him getting to release recordings once they are made), Martin Koller and Gerald Gradwohl over the last ten years.
(November 01/03) Kilometer hat Gerald Gradwohl schon genug gemacht auf der Gitarre. Egal ob bei seinen Eigenbauprojekten wie Threeo, The Powergrade und Gerald Gradwohl Group oder als Fremdarbeiter bei der Hallucination Company, Tangerine Dream aber auch Starmania. Diesmal hat es ihn bis Santa Fe getrieben. Schuld daran trägt sein "Dreamteam". Als bekennender Tribal Tech Fan hat er sich als Begleitmusiker den gewichtigen Schlagzeuger Kirk Covington und dessen Tribal Tech Kollegen Gary Willis am Bass eingebildet. Blöd nur, dass letzterer seine Heimatstadt, außer eben für Tribal Tech Konzerte, nicht einmal im Traum verlässt. Als sozusagen Fixstarter ließ sich auch Saxophonist Bob Berg zu einem Ausflug nach New Mexiko hinreißen. Tragischerweise seinem letzten, er verunglückte zwei Wochen nach den Aufnahmen bei einem Verkehrsunfall. Neben diesem traurigen Ruhm besticht "ABQ" durch spielerische Vielfalt zwischen Jazz, Fusion und Rock
(November 2003) Der österreichische Gitarrist Gerald Gradwohl hat für seine 11. Produktion eine hochkarätige Elite ins Studio geladen. Mit dem Saxophonisten Bob Berg (Miles Davis, Mike Stern, Chick Corea, Gary Burton, v.a.m.) hatte er bereits in seiner Band Threeo gearbeitet. Kirk Covington (dr, Tribal Tech, Joe Zawinul, Allan Holdsworth, Scott Henderson) und Gary Willis (b, Tribal Tech, Wayne Shorter, Robben Ford, Allan Holdsworth) sind keine Unbekannten, auch sie haben wie Bob Berg an vielen erfolgreichen Projekten teilgenommen und können auf umfangreiche Diskographien zurückblicken. Schön, dass das Quartett sich gefunden hat, diese 10 vitalen, kraftvollen Stongs aufzunehmen. Stilistisch arbeitet der Vierer im Jazzrock/Fusion/Funk. Und als würden sie es nicht erwarten können, stürmt die Band mit dem ersten Song gewaltig los, baut von der ersten Sekunde hohe Spannung und rast mit Lust durch die himmelsstürmenden Kompositionen, dass es eine Freude ist! Hoffentlich wird das Quartett die Songs live präsentieren, das Auditorium wird kochen. Der Opener "Pau Wau" und das ungemein heftige und ultrakomplexe "Albuquerque Road" sind beste Beispiele für die heftige Variante des Jazzrock, die kein interessiertes Publikum kalt lassen. Doch auch die anders aufgebauten Songs sind feine Beispiele einer virtuosen, anspruchsvollen, auf Groove orientierten Musik, wie die Jazz-Funk-Ballade "Giant Step", das schwebende "Goodbye" oder die knackfrischen Funk-Jazzrocker "News On The Net", "AW3" und "Groove Chicken". "Hornsong" und "Princess" sind die poppigsten Stücke von "ABQ", doch längst nicht trivial oder banal, sondern spannend und poesievoll. Die Loops auf "Hornsong" geben fetten Groove unter das Stück, das messerscharfe Gitarren- und Saxophonattacken abfeuert. Fabelhaft! Einige der Songs sind vollständig improvisiert, die trotzdem sehr dichte, feine instrumentale Ausarbeitung der Themen sind beste Beispiele für die hohe musikantische Qualität der vier involvierten Musiker, nicht zuletzt Gerald Gradwohls, der mit "ABQ" seine Vorgängeralben, so interessant diese bereits waren, lässig einholt. Die Gradwohlsche Gitarre erinnert in einigen Soli an die von Allan Holdsworth. Jeder Musiker bringt mit seinem Spiel, seinem Instrument, seiner typischen Art sehr viel in die Produktion ein, wobei das melodische Zusammenspiel von Bob Berg und Gerald Gradwohl, die sich gegenseitig die "Bälle" zuwerfen oder unisono an die Dekonstruktion und Wiederzusammensetzung der Themen gehen, am meisten fasziniert. "ABQ" ist außerordentlich, die Arbeit des Quartetts war begnadet, Gerald Gradwohl hat fabelhafte Kompositionen geschaffen - großes Lob für das Werk. Absolute Empfehlung für alle Jazzrock-Interessierten.
(Oktober 2003) The last few years has seen the Tone Center Label delivering some supergroup projects that were high on notes, and low on substance, though some of the line-ups were all star wish lists for many fusion fans, sometimes the results of these 'get togethers' resulted in less than stellar recordings. They were intriguing for the idea, yet the lack of chemistry, or perhaps not paying enough attention to the details of composition creativity tended to make the songs suffer. On the other hand, cds like this one, Gerald Gradwohl's - AB Q (not a Tone Center release), features the not so well known musicians, and reek of phenominal fusion smoke. Gradwohl, an Austrian guitarist, fits squarely into the hard fusion style, he has the depth of skill to rival the likes of Henderson, Stern, Lagrene & Scofield. Meaning, he has a strong feel for jazz theory, and can improvise over difficult phrasings with a relaxed and benign touch. With all of his skill, he goes the extra distance to borrow two of Henderson's favorite playmates, drummer - Kirk Covington, and bassist - Gary Willis, both of Tribal Tech. Needless to say, this is a great display of structured and improvisation fusion, exactly what you would expect from such a listing of performers. Interesting enough, the sessions were completed in studio after two days, and editing work would be completed shortly thereafter. This proves on thing to me, that with world class musicians, it doesn't take long for them to hit their parts. With this in mind, the music has a real live feel, overdubs were done, but in a subtle way, with hardly a hint of overproducing. Musically this fits squarely into the terrain that bands like Tribal Tech, Elektric Band, Vital Information, The Code, or Mr. Motaba would travel. Also joining the trio is former Flim and the BB's saxman, Bob Berg, who adds flavor and savvy to the songs, sadly Bob passed away in a car accident two weeks after these sessions. If you haven't heard Bob Berg's sax playing, this cd has some steallar moments, but his discography is well worth searching through if you are fan of the greats like, Michael Brecker, Ernie Watts, Brandon Fields, etc.
(November 2003) Der österreichische Gitarrist Gerald Gradwohl, bekannt durch seine Gruppe Threeo, wie auch durch seine Mitwirkung bei Tangerine Dream, hat knapp vor dem tragischen Unfalltod des Saxophonisten Bob Berg mit dem amerikanischen Superstar ein Album aufgenommen. Jazz-Rock-Funk-Fusion ertönt aus den Boxen wie man ihn lange Zeit schon vermisst hat. Was Gerald Gradwohl gemeinsam mit Kirk Covington, dr, Gary Willis, b, und Bob Berg, s, hervorzaubert, ist mit den Platten eines Scott Henderson, Mike Stern, Frank Gambale und anderen Stars der Szene nicht nur zu vergleichen, nein, was Gerald uns hier vorsetzt, fährt sogar noch um einiges mehr: "Albuquerque"-New York in wenigen Minuten, gänzlich ohne Peinlichkeiten oder stupiden Abfolgen tausendfach gehörter Licks oder anderer Oberflächlichkeiten. Gary Willis und Kirk Covington bringen neben Gradwohl das Gefährt auf 1000 Prozent und Bob Berg würzt das äußerst scharfe Fusion-Menü mit seinem jazzigen Spiel. Der Österreicher Gradwohl hat seine Vorbilder musikalisch rechts liegen gelassen und alle jene überholt, deren Spiel er bewundert hat und noch immer tut. Diese Band hätte jeden Jazzclub zum Bersten gebracht, umso tragischer, dass zwei Wochen nach den Aufnahmen zu diesem exzellenten Album Bob Berg die Bühne der Welt verlassen musste. Ein besseres Tribute-Album als ABQ des österreichischen Gitarristen Gerald Gradwohl ist jedoch kaum denkbar.
(November 2003) Mit dem neuen Album "ABQ" – der Airport Code von Albuquerque, New Mexico, inspirierte Gerald Gradwohl zu Titel und Titeltrack ("Albuquerque Road") – legt der international anerkannte österreichische Gitarrist einen in unterschiedlichsten jazzmusikalischen Facetten schimmernde CD vor. Leider waren die vorliegenden Aufnahmen auch die letzte Studioarbeit Bob Bergs, der zwei Wochen nach dem Recordingtermin im November 2002 bei einem Verkehrsunfall tragisch ums Leben kam. "ABQ" von Gerald Gradwohl gibt es in den Plattenläden. Einfach mal reinhören.
(20.11.2003) Mit internationaler Luxusbesetzung – Kirk Covington, Gary Willis und dem kurz darauf verstorbenen Bob Berg – hat Rockjazz-Gitarrero Gerald Gradwohl vor einem Jahr in Santa Fe die exzellent groovende Solo-CD "ABQ" (Universal) aufgenommen, die es nun zu präsentieren gilt: Neben Gradwohl selbst ist immerhin die Schlagzeugposition Covingtons "original" besetzt, an Saxofon und Bass werken indessen Peter Natterer bzw. Harry Weinkum.
(Ausgabe 18/2003) Gerald Gradwohl, Gitarrist, kehrte erst kürzlich von einer ausgedehnten Reise in die USA zurück. Dort hielt er sich vorwiegend in Albuquerque auf. Im Reisegepäck zurück nach Österreich führt der international anerkannte Guitarrero sein neues Album, das er mit Größen wie Bob Berg, Gary Willis und Kirk Covington in Santa Fe eingespielt hat. "ABQ" – die Kurzform für Albuquerque – bietet ein breites Spektrum zwischen Jazz und Fusion Music, groovendem Funk und Jazzrock-Gewittern. Kurz: ein musikalischer Leckerbissen für alle, die E-Gitarren-Musik lieben.
(November 2003) Austrian jazz guitarist, Gerald Gradwohl, Shanghai-ed the Tribal Tech rhythm section, including Kirk Covington and Gary Willis, for his 2003 fusion release that takes aim to set the record straight once and for all time that he can sling fusion with the best of them. Completing the roster with saxophonist extraordinaire, Bob Berg, Gradwohl was leaving nothing to chance with his all-star line up. The teaming of world class musicians has produced a spectacular fusion effort that spans a wide range of coverage from improvisational fusion approached from a straight-laced jazz angle to rip-roaring, exploratory fusion to Tribal funk fusion to traditional jazz with a modern spin-off to fusion-seasoned slow, sax jazz. Gradwold and company cover a lot of diverse territory on this effort with each uniquely-flavored arrangement forging into different styles of the binding fusion venue. The Tribal Tech element brings in some funked up motifs, rhythms, metres, and feel, while Berg's classy sax soloing stretches the stylistic boundaries towards soulful jazz, though Berg hits the funk groove right along with the tribal faction. Gradwohl's playing within these various fusion styles reveals the influence in his broad repertoire of many great jazz and fusion players such as Henderson, Stern, Corea, etc. The ten track onslaught kicks off with "Pau Wau", a straight ahead fusion arrangement that gets the album cranked up into the funk gear with Gradwohl's grinding guitar riffs and Berg's contrapuntal funk lines. The quartet next tackles the jazz standard, "Giant Steps", with a distinctive rendition of this classic featuring the wholesome-toned chordal voicings of Gradwohl's guitar sounding out the main theme in a duet with Berg's ever-savvy saxophone. The two trade off leads on the track with some modern improvisational adjustments to the original, including one solo section that throws in a funk twist, that put the classic into a 21st century frame of reference. This refreshing interpretation of "Giant Steps" is one of the best I have heard because it brings the themes to life with the revitalized energy, feel, and projection that the quartet puts behind the effort while proving that the old standard still works well with some modernization. The aggressive funk track, "Albuquerque Road", follows with latitude given to Willis and Covington to indulge in some complex rhythms and metres that will stump the best time keepers. The CD takes a slight divertimento from the tight rhythms of the previous track into a less constricting, flowing feel on the next track, "Anthem". This arrangement is set to a loose progression with Gradwohl's sustained harmonies and themes layered with the keyboards and bass that are all independently working over Covington's percussionry. The looseness of the rhythm and chord sections provides a free format for Berg and Gradwohl to explore their intensive soloing ideas. The fifth track, "News On The Net", induces the listener thinking that the boys from Tribal Tech are pulling a coup on the group with another conspicuously tribal-influence funk arrangement, though it seems Gradwohl is willing to concede into this direction. Then, it becomes clear on the ensuing track "AW3" that the tribal funk has become the modus operendi as Willis goes off into a tribal-induced interlude with his wah-wah like stretch tremolo effects on the bass while Gradwohl's guitar pays homage to the off-centered harmonization style of Henderson with his stretch tremolo effects. (Off-centered harmonization meaning that the harmonies do not resolve on pure chromatic tones but use partial tones between the natural chromatic tones derived from string stretching, tremolo, and glissando techniques.) Bob Berg grabs the reigns and rescues the effort from the Tribal Tech coup d'etat with his sax soloing on "Hornsong" that is set to a metro funk jazz arrangement. Gradwohl steps up for some aggressive funk guitar lead work to trade off with Berg on this track. Having usurped the directional control, Berg kicks it down a couple of gears for his slow jazz number, "Princess". This composition features Berg's dreamy sax lines played over Gradwohl's clean-toned, echo resonant chord progressions. Gradwohl joins in once again with his catty soloing that tactfully integrates some distinctive staccato and pizzicato type effects into his leadwork that are aggressive yet subdued with refinement. "Groove Chicken" lives up to its name as the quartet strikes a deal of atonement for the directional challenges by aiming for their common middle grounds of funk jazz blues where they all hit their respective grooves. It is interesting to see the stylistic differences of the four blend together on this blues arrangement that gives an easy baseline for each of them to explore in different directions that weave together in a harmonious manner. The final track, and perhaps the best on the album, if not only for sentimental reasons regarding Bob Berg, is a towering jazz blues track that features Berg's intimate voicing of warm, resonant themes on sax while Gradwohl accompanies with his soulful melodies that are articulated with carefully crafted tremolo effects. The track comes to a false stop at one point where Gradwohl starts in again, elevating the emotional level with an inspiring solo that deploys well-felt staccato, muting, and string stretching effects that lead into a crescendo of sweeping arpeggios. Then, just when the listener thinks the arrangement has reached a climax, Berg's soulful solo takes over, taking the emotional experience to a new plane of transcendence with his slightly bittersweet, spirited themes that leave the listener with a feeling of a happy, childhood Christmas morning. The profoundness of Berg's sax work on this track is only truly appreciated with the knowledge that this would be his last collaboration with Gradwohl. On the scale of into it, I give this album a two thumbs up and very into it. For those of you fusion fans that haven't heard Gradwohl yet, you should take a listen to this CD. With support from giants of the fusion movement like Willis and Covington on board for this effort, you can't ignore Gradwohl any longer! He may not be as wildly outlandish as Henderson because he tends to keep one foot firmly planted in the sensibilities of conventional jazz to give his music a earthly-grounded center. But, make no mistake about it, Gradwohl can jump into and out off the stylistic changes like a true chameleon. Gradwohl has ventured further into exploratory fusion on this effort than on any of his previous efforts. Having the support and backing of the Tribal Tech rhythm section has really made this venture for Gradwohl into tribal funk fusion a viable effort of world class caliber. (... if they really could be called "backing" because I don't think they are content to stay there and I doubt they see it that way, as themselves being "backing", as may in reality be the case because this effort is more like a well-balanced quartet with each member keeping their own...) So, in summarizing Gradwohl's latest CD, ABQ is funk... ABQ is progressive... and ABQ is most definitely FUSION! ... and of a very tribal variety!!! On a parting note, the author wishes to pay his respects to the great jazz sax legend, Bob Berg, who recently died in 2003 in an accident. Berg's untimely death will leave a void among the fusion ranks that will be sorely felt by the many fans that loved his playing, and the great musicians that he collaborated, including Gradwohl on a number of different of his CDs. Berg's effort on this CD is testament to his monumental skills and artistic talents. It was a sad day that he died for all fans of music because a fountain of artistic talent was cut off prematurely and took from all of us the great music that lay ahead of Berg in his illustrious career that should have continued for decades to come.
(17. November 2003) Fusion-Klänge in memoriam Bob Berg Als Fan des US-Gitarristen Scott Henderson und seiner Band "Tribal Tech" hat sich Gerald Gradwohl im Vorjahr einen Wunsch erfüllt: für sein eigenes Album "ABQ" engagierte der österreichische Gitarrist Gary Wills (Bass) und Kirk Covington (Schlagzeug), Hendersons Rhythmusgruppe. Auch der New Yorker Saxofonstar Bob Berg steuerte seine Soli bei. Wenige Wochen später starb Berg bei einem Autounfall. Die Tour, auf der Gradwohl sein Album (Vertrieb Universal/Emarcy) vorstellt, ist Bergs Andenken gewidmet.
(Dezember 2003) Mit einen gehörigen Dosis Funk & Rock kommt die CD des österreichen Gitarrenvirtuosen Gerald Gradwohl daher. Dieser hat sich einen langjährigen Traum erfüllt und hat in den USA mit ein paar seiner "favourite" musicians, Bob Berg (Tenor & Sopran Sax), Gary Willis (Bass) und Kirk Covington (Drums) in Rekordzeit ein spitzenmäßiges Jazz/Rock Album eingespielt. Was die Jungs da so locker aus dem Ärmel schütteln, zeugt von absolutem Können auf den Instrumenten (Leute, dafür müßt ihr ein "paar" Jährchen üben.. ;-) und enormer Spielfreude bei der Recording Session. Zum Teil geht es heftig "free" zur Sache, aber immer wieder sorgen die rockigen Sounds und das "Brett" von Mr. Gradwohl, daß auch Rockfans sich nicht langweilen. Highlights sind die schönen Sax Linien & Solos sowie (Overdub sei Dank) Bläsersätze von Bob Berg. Die CD ist diesem Ausnahme Saxer gewidmet, der leider zwei Wochen nach Produktion der CD bei einem Autounfall ums Leben kam. Aber auch die Rhythmsection glänzt durch zwei Groovernatoren der Extraklasse (was der Drummer Covington zeitweise mit seinem Set macht, erfordert mindestens 4 Arme und 3 Beine...).
(Dezember 2003) Ein Todesfall als schwieriges Erbe Gerald Gradwohl nahm im November 2002 in Santa Fe mit internationaler Luxus-Besetzung sein Album "ABQ" auf. Durch Bob Bergs tragischen Unfall mutierte die CD zum heiklen Dokument. "Prinzipiell ist es schwierig, als No-Name etwas zu erreichen. Plattenfirmen schauen auf Namen. In der Fusionszene ist das glaube ich, ganz besonders der Fall". Gerald Gradwohl weiß, wovon er spricht. Hat der 36-jährige Wiener Neustädter doch das Konzept der Zusammenarbeit mit prominenten Zugpferden seit Anfang der 90er Jahre mehrmals im gemeinsam mit Bassist Wolfgang Wograndl und Drummer Richard Filz konstituierten Threeo erprobt: Eric Marienthal, Rick Margitza und Bob Berg hießen die saxophonistischen Magnifizenzen, die mediale Aufmerksamkeit wie musikalische Herausforderung gleichermaßen erhöhen sollten. So war es anno 2002 – "nachdem ich in Österreich das Gefühl hatte, über ein gewisses Level nicht hinaus zu kommen" - also nicht völlig überraschend, dass sich Gradwohl auch für sein Soloalbum entschloss, international bekannte Sidemen zu engagieren. Oder sollte man lieber sagen: sein "Dream Team"? "Gary Willis und Kirk Covington waren an Bass und Schlagzeug für mich als Tribal Tech-Fan erste Wahl. Mein Freund Harry Weinkum, ein Ex-Schüler und Freund von Willis, der nun in Kalifornien lebt, hat den Kontakt hergestellt. Erst beim Vorbereiten der Stücke für die Studio-Session kam mir die Idee, dass Bob Berg dazu passen würde, mit dem ich Mitte der 90er Jahre mit dem Threeo schon einmal auf Tour war. Wie es der Zufall wollte, hatte er Zeit – damit war die Sache im Kasten." Im Kasten war ein Album voll hart und punktgenau groovender Rockjazz-Raffinesse, die zwar an allen Ecken und Enden an die Hochzeiten des Genres in den 70er und 80er Jahren gemahnt, die der bei stilistisch verwandten Projekten anzutreffenden Gefahr verstaubter Nostalgie freilich durch konzentrierten Elan und Köpfchen begegnet: Gradwohl macht an der so virtuos wie rockig gehandhabten Gitarre gute Figur, und auch einige der Stücke verraten wohltuenderweise eigene Handschrift: John Coltranes Meilenstein(-Hürde) "Giant Steps" findet sich da metrisch beinahe in Richtung Walzer umgedeutet, zwei auf Basis melodischer Ausgangsformeln frei improvisierte Stücke ("Anthem" und "AW3") zeugen ebenso von Risikowillen (wie vom starken Einfluss der Tribal Tech-Crew, die ihre letzten beiden Alben auf diese Weise einspielte). Eine hörenswerte, grundsolide Produktion, deren größte Besonderheit freilich außermusikalischer Natur ist: Drei Wochen nach den Aufnahmen in Santa Fe schleuderte in Long Island auf schneebedeckter Fahrbahn ein LKW in Bob Bergs Auto. Der 51-jährige Saxophonist war sofort tot. Gradwohl hatte den Verlust eines Freundes zu beklagen. Und hat seither mit der heiklen Tatsache zu kämpfen, mit "ABQ" Bergs letzte Töne aufgenommen zu haben. "Es war eine sehr schwierige Frage, wie man das nun angehen sollte. Ich verbinde gerade im Zuge dieser Aufnahme sehr viel Positives mit ihm. Wir haben auch danach Kontakt gehabt. Dann kam plötzlich die schockierende Nachricht vom Unfall – das passte nicht zusammen. Als im Raum stand, die Info ‚Last Record of Bob Berg’ auf das CD-Cover zu setzen, habe ich das abgelehnt. So wie sich die Besetzung jetzt auf dem Cover findet, wäre es auch sonst vorgesehen gewesen. Trotzdem bleibt ein tragischer Beigeschmack."
(Dezember 2003) 2003 release. Guitarist Gerald Gradwohl is another innovative guitarist emerging from the European music scene with his own unique sound. This instrumental studio project was recorded in New Mexico with Bob Berg on sax, and the rhythm section from Tribal Tech, Gary Willis on bass, and Kirk Covington, on drums. This is pure and simple kick ass, cutting edge electric fusion, and deserves your immediate attention! Sadly this would be Bob Berg's last recording date as he died in an auto accident a month after this was recorded in December 2002, and the cd is dedicated to him. Gerald Gradwohl, guitar, percussion; Bob Berg, sax; Gary Willis, bass; and Kirk Covington, drums. Guest: Walter Chmela, organ-(one track).
(Jänner 2004) "Lass dich überraschen!” dachte ich mir heute morgen ganz getreu dem Motto einer weißhaarigen holländischen Fernseheminenz und begann mein Rezensionstageswerk mit einem blinden Griff in meine Promokiste. Zum Vorschein kam das neueste Werk des österreichischen Musiker Gerald Gradwohl. "ABQ" heißt das Werk – benannt nach dem Airport Code von Albuquerque, New Mexico – und bietet insgesamt 10 Tracks, die sich in einer Laufzeit von fast 57 Minuten im weiten Spannungsfeld zwischen Jazz und Fusion Music austoben. Nicht unbedingt die leichteste Kost am frühen Morgen, allemal nicht, wenn noch die Reste des vorabendlich genossenen Tuborg Weihnachtsbier leicht unangenehm im viel zu dicken Schädel rumschwappen. Aber was soll’s? Da muss man dann halt mal durch! Zum Glück wird das Durchhaltevermögen belohnt, den Gerald Gradwohl hat hier eine wirklich interessante und vor allem abwechslungsreiche Platte an den Start gebracht. Schon mit dem Opener "Pau Wau" wird hier gleich ordentlich Fahrt aufgenommen, der funkige Groove in Verbindung mit einem wahrlich fett produzierten Sound drücken mich erst einmal etwas tiefer in meinen Schreibtischstuhl. Die Gitarre und Rhythmussektion hält sich anfänglich fast schon spartanisch zurück und bietet somit reichlich Raum für eine ausgedehnte Saxophon Orgie. Im Mittelteil allerdings fordert der Bandleader sein Recht und fiedelt sich amtlich von Solo zu Solo. Mit "Giant Steps" geht es etwas besinnlicher weiter, warme jazzige Sounds umhüllen mich und mein Kopf bekommt eine kurze Entspannungsphase. Doch die Phase der Entspannung wärt nur kurz, denn mit "Albuquerque Road" geht der wilde Ritt ansatzlos weiter. Eine wilde, treibende Bassline lässt Gradwohl’s Gitarre viel Raum für Improvisationen. Das folgende "Anthem" lädt dann eher wieder zum träumen ein, bietet schlichte aber atmosphärische Chords zu denen die Sologitarre sanft singt. Und so setzt sich das Wechselspielchen aus treibenden Beats und chilligen Sounds auch über die nächsten Songs wie "AW3", "Hornsong" und "Princess" (eine Widmung an Gradwohl’s Tochter) bis hin zum bezeichnenden "Goodbye" fort. Stets ist die große handwerkliche Fähigkeit der integrierten Musiker bei den Basics ebenso präsent wie die künstlerische Attitüde bei den Improvisationen und Soloparts. Leider ist "ABQ" die letzte Produktion eines der beteiligten Musikers. Bob Berg, Saxophonist dieses Ensembles, kam nur 2 Wochen nach diesen Sessions auf tragische Art und Weise bei einem Autounfall ums Leben. Für Gerald Gradwohl ist es da wohl eine Selbstverständlichkeit, dass er ihm dieses Album widmet. Fazit. Mit "ABQ" legt Gerald Gradwohl ein Album vor, dass mit seiner Mixtur aus Jazz und Fusion Music bei Freunden des Genres durchaus großen Anklang finden dürfte. Meinen Morgen hat das Ganze zwar schon sehr anstrengen aber auch durchaus ziemlich spannend gemacht. Deswegen 9 gepflegte Punkte, aber künftig werde ich mir die Scheibe wohl eher mal abends zu einem gepflegten Bierchen einfahren.
(Jänner 2004) Mit seinem neuen Album ABQ hat Gerald Gradwohl sich einen Traum verwirklicht, und mit bekannten Musikern aus den USA diese CD produziert. Er hat es mit ABQ geschafft, Jazz mit einer Art Funk Style und einer gehörigen Rock Power zu kombinieren. Alle seine Songs werden aus diesen drei Elementen wiedergegeben. Wobei bei dem Einstiegssong "Pau Wau" wohl eher der Eindruck entsteht, es handle sich um ein reines Rock Album, falsch gedacht, es entsteht eine abwechslungsreiche Kombination zwischen Rock, Jazz & Funk. Aber das ist nicht das einzigste, was dieses Album für mich so interessant macht, sondern der unwahrscheinlich ausgeprägte Improvisationsreichtum dieser Musiker. Beim näherem Reinhören in ABQ fällt am meisten diese besonders lockere Spielweise positiv auf. Hier finden sich u.a. sehr ruhige Stücke wieder, aber auch nette Songs mit heftigen Rock Riffs als Highlight für jeden Rock-Fan. Besonders die Rhythmsection glänzt mit wahnsinnigen Grows zu den Songs. Nicht zu verachten ist u.a. der Drummer, der ein wirklich gutes Gefühl für jeden Song besitzt, und dieses auch perfekt umzusetzen weiß. Die Professionalität von Gerald Gradwohl ist ja in Österreich schon länger bekannt, aber mit diesem Album hat er sie wirklich unter Beweis gestellt, und seine Ideen und Träume perfekt umgesetzt. Ich bin mir sicher, das wir von diesem Musiker jetzt öfter hören werden, denn ABQ hat schon heute einen Stammplatz in meiner CD Sammlung bekommen.
(Jänner 2004) ABQ ist das Produkt eines genialen Menschen, eines genialen österreichischen Gitarristen. Mitwirkende: Gary Willis, Kirk Covington und Bob Berg Ü. 10 Tracks voller Energie mit internationalem Anspruch und Ansehen aus Wr. Neustadt. Fusion Jazz auf höchstem Niveau von Gerald Gradwohl. Über die Virtuosität des Musikers Gradwohl brauche ich kein Wort verlieren. Das kann man auch nicht lesen — das muss man hören. Sollte diese CD nicht schon längst in euerm Regal stehen, dann fehlt euch was fürs tägliche Leben - glaubt mir. Die Gitarre in Gradwohls Händen ist perfekt, sie hat Lust, sie ist spontan, überraschend, sie liebt das Spiel mit den anderen Perfektionisten, sie lebt, sie atmet und sie erinnert mich an den Gitarristen "Gerald Gradwohl”. Vergleiche mit anderen Gitarristen halte ich für falsch und sinnlos: It’s simply the best, it’s simply Gradwohl. Licks die nur einer auf dieser Welt spielen kann, perfekte Solis mit Spannung und eine Freude für jeden Rock, Funk und Jazzfan. Eine CD die Ihresgleichen sucht aber nie finden wird! Mein Favorit ist Track 4: Anthem; aber ich liebe sie alle 10.
(Februar 2004) Einer, der sich rührig um die österreichische Jazzbranche kümmert, ist Harry Gruber von Universal Music. Immer wieder pickt er Rosinen raus und versucht, die höchst lebendige Szene auch außerhalb des Porgy & Bess bekannt zu machen. Der tragischerweise im letzten Jahr bei einem Verkehrsunfall verstorbene Saxofonist Bob Berg gab sich die Ehre mit Gerald Gradwohl und Band aufzunehmen. Ein schöneres Tribute als "ABQ" hätte er sich nicht wünschen können.
(Jänner 2004) Endlich, endlich – mal wieder ein Jazzrock-Album, dass aktuell klingende Musik zum Besten gibt. Solche, die sowohl funky Grooves als auch schönen experimentellen Jazz mit einbezieht. Und, natürlich: auf dem Album des Gitarristen Gerald Gradwohl wird auch mal erfrischend losgerockt... Der umtriebige österreichische Gitarrist Gradwohl hat sich für "ABQ" eine renommierte Musikermannschaft ins Boot geholt: Bob Berg am Saxofon (leider kurz nach diesen Aufnahmen verstorben – die CD ist ihm gewidmet), Kirk Covington an den Drums – so sparsam kann man Funk spielen! – und der ebenfalls makellos agierende Bassist Gary Willis. Gemeinsam breiten die vier ein weites Spektrum mal fetziger, mal federleicht dahinschwebender Musik vor dem Hörer aus. Vielseitig, aber nicht chaotisch, sondern stets mit Konzept. Der Plattentitel "ABQ" steht für den Airport Code von Albuquerque, New Mexico, das Gradwohl auch zu dem Stück "Albuquerque Road" inspirierte. Die CD beweist, dass Jazz 'n' Funk "made in Europe" sich nicht verstecken muss. Weder vor den amerikanischen Fusionmeistern, noch vor sonst irgendjemandem. Ein glänzendes Album eines hervorragenden Gitarristen, der mehr Beachtung verdient.
(06/2004) Jazz-Rock ist nicht unbedingt eine Spielart, mit der man im heutigen Musikgenre "update" ist. Wenn er allerdings so dargeboten wird wie vom exzellenten Gitarristen Gradwohl, dann lässt man sich gerne "anfiedeln". Superbe Vorstellung mit Trauerflor. Mitspieler Bob Berg starb zwei Wochen nach Ende der Aufnahmen. Somit eine Art "Tribut" an den Weltklasse-Saxofonisten.
(Februar 2004) Gerald Gradwohl ist Österreicher und Gitarrist, nicht unbedingt ein Widerspruch. Seinen aktuellen Longplayer »ABQ« hat er im November 2002 in Santa Fe in New Mexiko mit sehr hochkarätigen Musikern eingespielt: Kirk Covington am Drumset, gewaltig wie immer, Gary Willis am Bass und Bob Berg am Saxophon, der leider zwei Wochen nach den Aufnahmen ums Leben kam. Nahezu alle Songs stammen aus der Feder von Gerald Gradwohl, der sich hier musikalisch wie technisch auf einem sehr hohen Niveau, angepasst an seine Mitstreiter, bewegt. Die Musik ist, bei diesen Musikern sicherlich kaum anders zu erwarten, High Energy Fusion Jazz. Wobei das High Energy insbesonders für die Rhythmusgruppe Willis/Covington steht, die einfach mordsmäßig Gas geben. Ein tolles, teils außergewöhnliches Album, das Bob Berg gewidmet ist.
(März/April 2004) Der österreichische Super-Gitarrist (wirklich keine Übertreibung) Gerald Gradwohl lässt das totgeglaubte Genre Jazzrock bzw. Fusion auf erfrischende und unpeinliche Weise wieder aufleben. Mitstreiter auf dieser rasanten Tour sind die Jazzgrößen Bob Berg, Kirk Covington und Gary Willis. Trotz einiger komplizierter Kompositionen und Improvisationen groovt die Platte gehörig und enthält mit dem "Hornsong" ein richtiges Jazz-Funk-Monster.
(February, 2004) Gerald Gradwohl-ABQ Opening with 'Pau Wau', this is fusion with a capital F and for best effect should be played of maximum Volume to get where Gradwohl is coming from. Subtlety is not in his, or the band's lexicon; energy and power is - so let's go for it. Gary Willis and Kirk Covington, from Tribal Tech, lay down a back beat to end all back beats for the Austrian guitarist's rock approach to fusion which opens up new possibilities in a music that had largely been commandeered by the slick and vacuous. Full of power chords, in yer-face drumming and finger busting bass riffs, there is an energy about this album hat lifts it out of the run-of-the mill. Gradwohl began his musical career es a rocker, and it shows, His predilection for what he calls 'jazz-rock' translates into his putting more rock than jazz into the mix, while the late Bob Berg on saxophones, recorded two weeks before his intimely death, is jazz rather than rock. On numbers 1ike 'Albuquerque Road' or 'Groove Chicken' the band blast oft. Problem is they play all their cards of once, leaving little to pick over on repeated hearings, but that has never been the intention of rock, which trades on instant thrills (nothing wrong with that, I'm up for that too) is where this music comes from.
(März 2004) Zwei Seelen kämpfen in meiner Brust um die Vorherrschaft. Die Eine sagt mir, dass alle hier beteiligten Musiker (Bob Berg (der leider kurz nach den Aufnahmen verstarb) - Kirk Covington - Gerald Gradwohl (eh klar) & Gary Willis) außerordentlich talentiert und Meister auf ihren Instrumenten sind. Das kann wohl keiner bestreiten. Man höre sich nur die diversen Soli in den einzelnen Songs an - Hut ab kann ich nur sagen. Die andere Seite flüstert mir zu, dass genau da das Problem dieses Albums liegt. Keiner der Musiker geizt mit seinem Talent und zeigt ziemlich genau was er kann, allerdings ist das vermutlich nur für Leute interessant, die sich wirklich intensiv mit dieser Musik auseinandersetzen. Die CD ist nichts zum Nebenbeihören, es ist auch nicht nur "gewöhnlicher Jazz", hier prallen diverse Stile aufeinander (sogar Loops kommen zum Einsatz) und es verlangt - sofern man kein Experte ist - schon unheimlich viel Zeit, Gefühl und Geduld sich in die Musik "hineinzuhören". Ich für meinen Teil muss leider gestehen, dass ich kein Experte bin, muss aber einräumen, dass es sehr wohl Momente auf dieser CD gibt, die mir sehr gut gefallen (z.B. "Anthem" oder "Princess"), aber das sind immer genau die Momente, in denen die Musiker "vergessen" dass sie Talent haben und als Gruppe funktionieren. Dann, ja dann kommt das Feeling richtig rüber, dann macht die Sache Spaß, dann funktioniert das Album - und zwar richtig gut - nur um im nächsten Moment wieder von einem langen und exzessiven Solo abgelöst zu werden. Unterm Strich kann ich nur sagen: Wer Instrumentalmusik und Jazz viel abgewinnen kann, der sollte auf jeden Fall reinhören, ich bin mir sicher es befindet sich die eine oder andere Perle auf dieser CD, alle anderen sollten lieber die Finger davon lassen.
(April, 2004) Austrian fusion guitarist Gerald Gradwohl teamed up with the late, talented saxman Bob Berg and the Tribal Tech rhythm section, Kirk Covington and Gary Willis, for his 2003 instrumental CD entitled ABQ. Gradwohl admits that playing with Berg, "Made me play my best solos ever to this point." The CD covers a lot of fusion territory, from straight-ahead, to funked up Tech, to slow jazz, to aggressive funk, to a revitalized interpretation of the classic "Giant Steps". Gradwohl's playing, as on his Powergrade album, is full of attitude and you can hear that he's really getting a thrill and taking full advantage of being able to record with his favorite musicians.
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